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 Wie ich zur Pferdekopfgeige kam

 

 

Die Pferdekopfgeige ist ein wahres Geschenk meines Publikums.

Immer wieder wurde ich nach Konzerten von meinen Hörern angesprochen, sie meinten, dass sie sich wie in der Weite der mongolischen Steppe gesehen hatten, Bilder seien entstanden von einer großen Weite und dass ich mir den Film "das weinende Camel" einmal anschauen sollte um zu wissen was sie gesehen hatten.

Irgendwann ging ich diesen immer wiederkehrenden Impulsen nach und schaute diesen wunderbaren Film an. Als ich die Pferdekopfgeige sah und hörte, wusste ich sofort, dass ich dieses Instrument spielen möchte.

Ich entdeckte ganz neu die Obertöne mit denen ich auf dem Cello schon seit Jahren arbeitete und experimentierte und lernte den Obertongesang zur Pferdekopfgeige.

Sie war mir nun wie ein junges Fohlen das zu meinem alten ehrwürdigen Cello eine wilde, urwüchsige und ungestüme note brachte.

Ich habe sie immer dabei und bin immer wieder neu verliebt und begeistert von diesem wunderschönen und sehr komplexen Instrument.





 

 

 

Viele Jahre beschäftigte ich mich mit Improvisation und Kompositionmit dem Cello und Gesang


Meine Suche galt dabei dem immer tiefer wahrzunehmenden Klang mit seinem gesamten Spektrum aus Ober- und Untertönen. Seinen parallel schwingenden Oktaven und den Quinten die durch das Cello gegeben waren. Es entstand eine sehr ruhige Musik in deren Tiefe ich Entspannung und Ruhe fand und die mir Einsichten in größere Zusammenhänge des Lebens schenkten. Musik ist Heilung und Befreiung von Schmerzen und in der Gemeinschaft mit anderen ein Ritus den wir Menschen seit Anbeginn pflegen, suchen und zelebrieren.






Zu meinen Kompositionen

Meine Kompositionen
sind lebendige freie Wesen.

Sie verändern sich, reifen,durchdringen, vertiefen sich in ihrem Ausdruck.

Sie haben Krisen und Entwicklungssprünge und manchmal verlassen sie mich.

Gemeinsam mit mir durchlaufen sie einen Wachstums- und Entwicklungs-Prozess und werden feinsinniger, tiefer und klarer oder verkörpern sich neu.

Ich bin eine Suchende, nach Wahrheit, Weisheit und Authentizität,

nach einem Klang der der Freiheit entspringt und die Fülle der Augenblicks erahnen lässt.     Ich höre   ...    folge    ......     spiele     ... 

Musik meiner Kompositionen sind geistige Prozesse oder Wege die ich allein oder gemeinsam mit meinem Publikum gehe und entfalte..

 

 

 

Improvisation

Mich inspiriert die Schöpfungsfreude!

Neues entdecken, Ungewöhliches probieren.

Die Freiheit einfach mit dem Cello, der Stimme, dem Körper zu spielen.

Ohne Takt- ohne Tonart ohne harmonische Zwänge.

So ist der Ausgangspunkt jedes Stückes die Improvisation.

Das freie Spiel ist für mich Ausdruck höchster Konzentration, höchster Kreativität und tiefster Meditation.

(Beobachten Sie einmal ein 4-jährges Kind, wenn es auf dem Boden sitzt und mit Holzklötzeln einen Turm baut... das ist wahres Spiel! )

Also, lasst uns spielen!

Immer gibt es auch in „fertigen“ Stücken und Strukturen Raum für Improvisation und freies Spiel.

Es inspiriert mich tiefer in einen Klang hinein zu tauchen, einen Klang-Faden weiter zu spinnen oder anderes kurzentschlossen wegzulassen.

 

 

 

 

Musik und Heilung

Musik in einen größeren Rahmen zu stellen ist mir von jeher ein Anliegen.

Musik kann etwas bewirken, sie darf benutzt werden, wie ein Essen, ein Bad oder eine Arznei.

Deshalb ist es mir immer wichtig gewesen auch für besondere Anlässe oder Rituale zu spielen zu können.

Über die Jahre habe ich für viele Beerdigungen gespielt und ich bin sehr dankbar für jede dieser Gelegenheiten Hoffnung und Trost fließen zu lassen.

Besonders wichtig war für mich persönlich, meine beiden Eltern mit Klängen aus dieser Welt in eine andere begleiten zu können und an ihrem Sterbe - und Totenbett mit dem Cello spielen zu dürfen und sie bei ihren Beerdigungen mit Klängen begleiten zu dürfen.

Feinstoffliche Klänge weisen mir den Weg, den ich selber nur ahnen kann und für den ich selber noch nicht bereit bin.

Dies waren für mich tiefe und berührende Augenblicke, die mich weiter begleiten und stärken.

Ebenso dankbar bin ich für das Vertrauen von vielen Menschen, die ich in wichtigen oder schwierigen Lebensphasen mit Klängen begleiten durfte.

So gab es viele Woche in denen ich täglich für kranke oder sterbende spielte. Besonderer Dank gilt Anna-Katharina Kaufmann, die ich während ihrer schweren Krankheit und während ihres Sterbens mit der Pferdekopfgeige begleiten durfte. Ihr Vertrauen in die Kraft der Musik war unerschütterlich und wahr, bis zum letzten Augenblick.

Ich begleitete auch Eltern mit ihren ungeborenen Kindern, für die wir eine fröhliche Geburt wünschten.

In diesem Rahmen stand auch das Projekt

„40 Tage Klänge für die Welt“

 




 

Formensprache

Ausgehend von einem Ton, einer Bewegung, einem Gedanken, einem Wort, Gedicht oder Satz,

einer Farbe, einem Zustand, einer Berührung oder der Stille suche ich Klänge, Formen, Strukturen, Klangwesen.

Bereits entstandene Formen bearbeite ich immer wieder neu, verfeinere sie und komplettiere sie mit anderen Formen und bereits entstandenen Elementen.

Dabei entwickelte ich meine eigene Art der Formen- und Symbolsprache.

Diese Symbole benutze ich weiter, spiele mit ihnen, verwandele sie.

Ich schichte sie neu und beobachte ihre eigenständige Veränderung und Entwicklung.

Die geistige Arbeit, der Inhalt ist mir oft Ausgangspunkt und Leitfaden.

Immer wieder suche ich nach dem Warum ich diesen oder jenen Auftritt spiele.

Worum geht es?

Was wird gesucht oder gebraucht?